Menu Content/Inhalt
THURBO - Die Regionalbahn
Sky-Frame
Migros
55. Wiler OL in Busswil PDF E-Mail
Geschrieben von: Urs Schönenberger   
Dienstag, den 25. Oktober 2011 um 14:50 Uhr

Ein Sieg an den beiden Läufen des 55. Wiler OLs musste man sich hart erkämpfen: Töby Imhof siegte  dank vollem Körpereinsatz in der Kategorie E.Es ist eisig kalt. Die Nebelschwaden haben sich so stark verdichtet, dass man im Wald kaum weiter als einige Meter sieht. Plötzlich hört man ein Rascheln im Gebüsch, welches rasch lauter wird. Eine Gestalt bricht aus dem Dickicht hervor, schaut sich um und hat sein Ziel ins Auge gefasst noch bevor man mit der Wimper zucken kann. Das Wesen schnellt darauf zu, streckt seinen Arm aus und es ertönt kein Schrei, kein Knall, sondern lediglich ein leises "Piep". Einen Atemzug später ist die Gestalt wieder vom Nebel verschluckt.

Kaum jemand wird diese filmreifen Szenen, die sich am Sonntag im Rooset-Wald bei Busswil abgespielt haben, miterlebt haben. Denn ausser den Orientierungsläufern – den Hauptdarstellern der Szenerie – wagte sich niemand bei diesem Wetter ins Freie. Umso zahlreicher waren hingegen die OL-Läufer: Über 300 Athleten absolvierten den Mitteldistanz-OL am Morgen. Etwa einen Drittel davon sah man beim Jagdstart, welcher einige Stunden später stattfand, noch ein zweites Mal mit Karte, Kompass und elektronischem Postenstempel bewaffnet in den Hummelberg-Wald loslaufen. Beim Jagdstart darf derjenige Athlet als erster starten, welcher im Vorlauf (in diesem Fall war das der Lauf vom Morgen) das beste Resultate erzielt hat. Mit den Rückständen aus dem Vorlauf folgen die restlichen Wettkämpfer. Sieger beider Läufe wird dann derjenige Sportler, welcher beim zweiten Lauf als erster seiner Kategorie das Ziel erreicht. Um den Wettkampf spannender zu gestalten, wurden für den Jagdstart einige Kategorien zusammengelegt und so ein grösseres Teilnehmerfeld geschaffen.

Ueli Graf, der Laufleiter des 55. Wiler OLs, kann positiv auf den Event zurückblicken: Mit dem bestechenden Wettkampfkonzept konnte er nicht nur viele erfahrene Orientierungsläufer aus der Nordostschweiz anlocken, sondern auch Athleten aus den Kantonen Zürich, Uri, Schaffhausen oder Schwyz. Für Begeisterung sorgten auch die vielseitigen Bahnen, welche Lena Imhof, David Stark und Mirjam Fässler geschickt in die äusserst kleinen Wettkampfgebiete legten.

Ranglistenauszug

A (Herren): 1. Beat Hubmann (Eschlikon), 2. Renato Winteler (Winterthur), 3. Corsin Spinatsch (Häuslenen); B (Damen): 1. Maja Kunz (St.Gallen), 2. Urs Wegmüller (Buch), 3. Matthias Sandmeier (Herisau); C (Damen und Herren U13): 1. Silas Hutzli (Wil), 2. Julian Imhof (Balterswil), 3. Sandro Schmid (Benken SG); D (Seniorinnen 2 / Senioren 3): 1. Ernst Baumann (Schwarzenbach SG), 2. Werner Kessler (Schaffhausen), 3. Peter Künzle (Kirchberg SG); E (Seniorinnen 2 / Senioren 2 / Damen U17): 1. Töby Imhof (St. Margarethen TG), 2. Peter Schoch (Hörhausen), 3. Lisa Schubnell (Elsau); F (Seniorinnen 1 / Senioren 1): 1. Rudolf Wyder (Wangen b. Dübendorf), 2. Christoph Stäuble (Lachen SZ), 3. Dieter Sandmeier (Herisau)

Läufer-Fotos

Vollständige Rangliste