| Trainingslager Slowenien 2010 |
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| Geschrieben von: Pirmin Schneider | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Samstag, den 24. April 2010 um 16:57 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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Trainingslager Slowenien 2010Datum: Freitag, 2. April 2010, bis Samstag, 10. April 2010. Unterkunft: Ostello Scout Alpe Adria Freitag, 2. April 2010Wir trafen uns an diesem kalten Samstagmorgen. Wie gesagt es war kalt und wir waren froh als Bidi mit dem Büsschen kam. Eigentlich gibt es zur Hin- und Rückfahrt nicht viel zu erzählen, aber einige Highlights gab es doch noch. Gutes Beispiel: Wägi redet mit seiner Sonnenbrille, kauft bei erster Gelegenheit 2 Pack Landjäger und Tinu schiesst auf dem Pass einen Schneeball einem Auto nach. Die Pässe wurden ohne weitere Zwischenfälle bewältigt und bald waren wir schon in Italien. Nun mussten wir noch ein Auto für unsere Postensetzer auftreiben und fuhren dafür zum nächsten Flughafen. Eine halbe Stunde später kamen wir dann bei unserem Lagerhaus an. Wir waren als erste da "Juhuuu". Samstag, 3. April 2010Schon am ersten Morgen sah man verschlafene Gesichter, welchen man die Nacht in einem Zimmer voller quietschender Betten ansah. Die Müdigkeit war rasch vergessen, als der letzte Waldweg zum Start des ersten Trainings hauptsächlich aus Schlaglöchern bestand. Falls man nicht gerade durchgeschüttelt wurde, konnte man schon einen ungefähren Eindruck vom Gelände erhalten. Beim ersten Training hiess das Thema: Vielposten-Richtungswechsel . Es sollte einem einen ersten Eindruck vom Gelände verschaffen. Dies war jedoch einfacher gesagt als getan. Denn man befand sich in diesem detaillierten Gelände meist in der Feinphase. Schnell merkte man, dass man sich nicht auf die eingezeichneten Wege verlassen konnte. Phantasie war angebracht, um die Wege zu erkennen. Sicherer war es, sich auf die unzähligen Mulden und Senken, von denen das Gelände geprägt war, zu verlassen. Nach diesem ersten Training gab es im gleichen Wald Lunch. Während dem ganzen Mittagessen lief die Musik aus einem der Büsslis. Sonntag, 4. April 2010Heute Morgen standen vier kurze Waldsprints auf der sehr detaillierten Karte "Pliscovizza" auf dem Programm. Gezielt wollten wir Sprintabläufe, die im Wald teilweise etwas variieren zu denjenigen in einer Stadt oder im Park, üben und festigen. Viele von uns schätzten diese technisch sehr anspruchsvollen Trainings und merkten, dass es sogar in einem Sprint sehr lohnenswert sein kann beim Posten einige Sekunden zu investieren; sei es um die Postennummer oder die Weglaufrichtung doch nochmals zu kontrollieren. Auch ein klares Anlaufkonzept des nächsten Postens zahlte sich häufig aus, denn wer möchte schon fünf Minuten lang gefilmt werden beim planlosen herumirren einige Meter neben dem Posten? Bleibt zu hoffen, dass wir nun bestens gerüstet sind für die weiteren Waldsprints, die uns dieses Jahr noch zu Genusse kommen; sei es im Schärmenwald (Testlauf EYOC/JWOC) oder in Tigignas (SPM). Ich bin mir sicher: Die Postennummern werden einige Athleten/innen nun konsequenter kontrollieren. Die Waldsprintliga wurde leider etwas überschattet von einer riesigen Zeckenattacke. Plötzlich begann das Krabbeln, Jucken und Jammern. Pädiwägi zerdrückte doch wirklich 71 Zecken auf seinem Körper, wohl der Einzige, der bis zum Schluss alle gezählt hatte. Nach diesem anstrengenden Morgen wurde der Nachmittag dann etwas gemütlicher. Während die einen beim legendären Fussballspiel AS Roma vs. Inter Mailand, gecoacht von SID oder 15, nochmals Vollgas gaben, genossen die anderen den freien Nachmittag beim Anfeuern ihrer Favoritengruppe oder beim Spaziergang ans Meer. Montag, 5. April 2010"Guten Morgen, aufstehen!", hiess es auch heute Morgen. Obwohl manche kaum aus den Augen sahen, waren alle rechtzeitig zum Morgenessen bereit. Nach dem Morgenessen machten wir uns bereit für das heutige Routenwahl-/Langstreckentraining. Leider hatte es in der Nacht geregnet, daher war das Wetter kühl und feucht, also packten alle ein Termo ein fürs Training. Dienstag, 6. April 2010Schon am vierten Tag mussten sich viele aus dem Bett quälen, um rechtzeitig am Frühstück zu sein. Als heutiges Wettkampf-Training war ein Mitteldistanz-OL im Wald neben unserer Unterkunft angesagt. Unser Start wurde um eine Stunde verschoben, da einer unserer Postensetzer einen schwierigen Postenstandort nicht bestimmen konnte und trainerliche Hilfe brauchte. Wir freuten uns auf einen schwierigen OL und vertrieben uns die Zeit mit "Häslen". Da es das erste Mal richtig schön warm war, genossen wir unser Mittagessen im Freien. Am Nachmittag absolvierten wir einen Auswendig-OL und übten für den jährlichen PISTE-Test. Frisch geduscht freuten sich alle auf den heutigen Lagercup. "Wägi-Schieben" stand auf dem Programm. Wer in kürzester Zeit das Postomatenauto um unsere Unterkunft gestossen hatte, gewann. Diese ziemlich andere Idee von Lagercup kam bei allen gut an. Nachdem wir unser heutiges Middle-Training ausgewertet hatten und in unser Zimmer zurückkamen, fanden wir unsere Schuhe quer übers Zimmer hängend zu einer Leine zusammengeknüpft. Wir genossen unseren Abend mit einer gemütlichen Gesprächs- und Gerüchterunde, bevor wir dann müde zu Bett gingen. Mittwoch, 7. April 2010Am Mittwoch fuhren wir wieder in den Wald vom Samstag, Blatnice. Es standen 5 Staffelstarts auf dem Programm; 5 für die Älteren, 3 für die Jüngeren. Im hartumkämpften ersten Start kam es schon zu einiger Action: Töbi kugelte sich nach einem Sturz beinahe die Schulter aus. Doch nach 2 ausgelassenen Starts konnte er mit gewissen Einschränkungen wieder weiterlaufen. Nach dem traditionellen Lunch kehrten wir zu unserem Heim zurück und sollten uns für ein kaltes "Steinmuseum" einrichten. Im Steinmuseum bewunderten wir die Stalagmiten und Stalaktiten der grössten Grotte weltweit. In der Führung hinter einer bergauf besonders langsamen Schülergruppe amüsierten wir uns über die teilweise sonderbare deutsche Übersetzung. Donnerstag, 8. April 2010Nachdem sich am Donnerstagmorgen alle müde aus dem Bett gschält hatten, wurden wir nach dem Frühstück über die bevorstehende eineinhalb stündige Büsslifahrt und die OL-Trainings informiert. Auf dem Weg dorthin zog unser rotes Büssli einige Lacher auf sich, denn auch die slowenisch- italienischen Zollwächter staunten nicht schlecht, als sie unser Büssli gefolgt von zusammengeklebten Blechdosen erblickten. Nach einem kurzen Halt beim Hofer (Aldi), ging die rasante Fahrt über zwei kurvenreiche Passstrassen weiter zum Trainingswald beinahe im Herzen Sloweniens. Freitag, 9. April 2010Am Freitagmorgen wurden wir um 7.20 Uhr geweckt. Nach dem Frühstück fuhren wir wieder 90 Minuten, wie am Donnerstag, zu den letzten zwei Trainings. Beim Kompasstraining über Kurz-, Mittel- und Langdistanz brauchte es viel Konzentration und Perfektion. Diese Art zu trainieren ist sehr spannend! Am Mittag, nach dem Lunch gab es noch eine kleine Wasserschlacht. So ganz erfrischt fuhren wir zum Start des letzten Trainings, die Lagerstaffel. Es gab eine spannende Zickzack-Dreierstaffel. Im Ziel angekommen, machten wir uns bereit für die Rückfahrt ins Lagerhaus. Nach dem Nachtessen gab es zuerst den letzten Lager-Cup. Wir mussten ein Rätsel lösen und kleine OL-Posten mit je einem Buchstaben suchen, die zusammen ein Lösungswort ergaben. Anschliessend gab es einen Jass-Abend. Wir jassten in den Lager-Cup-Gruppen Schieber. Für die "Ungeübten" gab es eine Anleitung. Nach dem Jassen spielten die Einen noch "Arschlöchle". Den Anderen fielen bald einmal die Augen zu... Samstag, 10. April 2010Bei der Rückfahrt hatten wir dann jedoch mehr Probleme mit den Pässen. Töbi hatte nicht gerade ein gutes Gefühl im Magen und so hielten wir nach der eigentlichen Pause gleich noch mal an. Bei der Mittagspause schickte uns eine Frau wieder weg, weil wir auf einem leeren Campingplatz unsere Mahlzeit einnehmen wollten. Die nachfolgende Fahrt wurde dann eher unspektakulär hinter sich gebracht, und ihr wollt nicht wissen wie es im Bus ausgesehen hat, denn bei den meisten die schliefen, sah es nicht bequem aus. Als wir dann schlussendlich in St.Gallen ankamen und wir uns verabschiedeten, waren wir alle glücklich wieder in einer bekannten Gegend zu sein. Unsere Weiterreise bis Frauenfeld war so unspannend darüber möchte ich gar nicht berichten. :) Trainingsprogramm
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