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NOM Nacht-OL-Meisterschaft PDF E-Mail
Geschrieben von: Simon Wegmüller   
Sonntag, den 05. April 2009 um 21:14 Uhr

Erste Schweizermeistertitel 2009 für Hubmann-Geschwister

Über 500 Teilnehmer fanden sich in der Nacht zum Sonntag im solothurnischen Erlinsbach ein um die Schweizermeister im Nacht-Orientierungslauf zu küren. Martin Hubmann bei den H-20 und Eliteläufer Daniel Hubmann dominierten ihre Kategorien nach Belieben.

Vor einigen Jahren wollte Swiss Orienteering die Nacht-OL-Meisterschaft (NOM) aus dem offiziellen Verbandsprogramm kippen. Dagegen wehrte sich die Basis der OL-Läufer vehement, weil die Kartenarbeit mit Stirnlampe besondere Herausforderung ist und spezielle kartentechnische Fähigkeiten erfordert. Die Organisatoren der diesjährigen Meisterschaft durften mit der Rekordbeteiligung von gut 500 AthletInnen befriedigt feststellen, dass sich Nacht-OL weiter zunehmender Beliebtheit erfreut und sich der Kampf somit gelohnt hat.

Besonders im winterlichen Skandinavien, der Heimat des OL-Sports, ist Nacht-OL der lange währenden Dunkelheit wegen, eine sehr populäre Disziplin. Höhepunkt dort ist die alljährliche Tiomila-Staffel mit gut 6000 Teilnehmern Mitte April. Über rund 100 OL-Kilometer wird in zehn Ablösungen durch die Nacht hindurch der stärkste OL-Klub der Welt erkoren.

„Hubmänner“ ungefährdet

Weltmeister Daniel Hubmann, der sein norwegisches Team aus Kristiansand, letztes Jahr an eben dieser Tiomila-Staffel zum umjubelten Sieg führte, feierte an der NOM 2009 seinen ersten Schweizermeistertitel mit drei Minuten Vorsprung in überlegener Manier. Auf 17 von 27 Abschnittszeiten lief Hubmann am schnellsten und als er kurz vor Schluss auch noch seinen schärfsten Konkurrenten Matthias Merz (Beinwil) einholte, gab es am Sieg keine Zweifel mehr. „Ich startete gut und hatte nur beim elften Posten eine einzige Schwierigkeit, als ich den Posten rund eine Minute suchte. Wegen dem Fallholz und den zahlreichen Dornenfeldern war es aber schwierig einen guten Laufrhythmus zu finden und so war ich mir eines guten Rennens erst sicher als ich Merz vor mir sah“, bilanzierte Hubmann sehr zufrieden.

Zusammen mit seinem älteren Bruder hatte Martin Hubmann in den letzten Monaten speziell einige Nacht-OL-Trainings eingestreut um für die NOM gut gerüstet zu sein. „Dies hat sich absolut bezahlt gemacht. Ich machte kaum Fehler und wich wegen den Verhältnissen im Wald oft auf die Wege aus“, kommentierte der jüngste der Hubmanngeschwister seinen Vorsprung von unfassbaren zwölf Minuten.

Ostschweizer mit Medaillen

In Abwesenheit zahlreicher Kaderathletinnen überzeugte Mirjam Fässler (Bronschhofen) bei den D-20 und holte sich ebenfalls den Meistertitel. Die Amriswilerinnen Rachel Engeler und Mariette Marti freuten sich über Silbermedaillen in den Kategorien Damen A Lang und Damen A Kurz. Gleiches gelang Liselotte Freuler (Frauenfeld) bei den D35 und Fabian Eisenbart (Rickenbach b. Wil) bei den Herren A kurz. (sw.)