Menu Content/Inhalt
THURBO - Die Regionalbahn
Sky-Frame
Migros
ROLV NOS Verbandskurse 2011 Bericht PDF E-Mail
Geschrieben von: Pirmin Schneider   
Samstag, den 19. Februar 2011 um 16:24 Uhr

Traditionsgemäss fanden am 12. Februar 2011 wiederum die ROLV-Verbandskurse statt. Wieder einmal durften wir im Schulhaus Mühlebach in Amriswil Gastrecht geniessen. Da der gleichzeitig durchgeführte J+S-Fortbildungskurs ebenfalls unser Angebot nutzte, fanden sich insgesamt über 50 Leute ein. Die beiden zur Verfügung stehenden Schulzimmer waren denn auch bis auf den letzten Platz belegt.
Den Teilnehmern standen zwei interessante Themen zur Auswahl, die von kompetenten Fachleuten behandelt wurden:

  • Einführung in die Kartenherstellung  (Kursleiter: Beat Imhof)
  • Fit durch Physiotherapie  (Kursleiter: Daniela Signer und Roland Deininger)

Einführung in die Kartenherstellung

Unter der bewährten Leitung von Beat Imhof vermittelte dieser Kurs die Grundlagen zur Herstellung von OL-Karten. In Theorie und Praxis wurde das Vorgehen von der Geländeaufnahme bis zur Zeichnung mit OCAD gezeigt. Dazu gehörte auch, dass sich die Kursteilnehmer im 2. Teil mit Laptop ausgerüstet in den bereits fast frühlingshaften Wald begaben, um dort als praktische Übung eine kleine Karte aufzuzeichnen.

Fit durch Physiotherapie

Das Gerüst unseres Körpers ist ein kompliziertes Gebilde aus Knochen, Bändern und Muskeln. Anhand von anschaulichen Darstellungen erläuterten die beiden Physiotherapeuten Daniela Signer und Roland Deininger die menschliche Anatomie vom Fuss über Knie, Oberschenkel, Hüfte und Wirbelsäule bis zum Rumpf. Dabei wurde speziell auf die sogenannte Proprioception eingegangen, welche entscheidend ist für die Verletzungsprävention. Man versteht darunter das Zusammenspiel zwischen der Wahrnehmung einer Bodenunebenheit über Augen, Fuss etc. durch das Hirn und der Auslösung einer unmittelbaren Reaktion der Muskulatur zur Stabilisierung der Gelenke. Durch gezielte Fussgymnastik kann die Proprioception verbessert und damit Verletzungen vorgebeugt werden. Praktische Übungen dazu konnten von den Teilnehmern gleich in der Turnhalle selber ausprobiert werden.
Im zweiten Teil lag das Schwergewicht der Referate auf den Grundlagen zur Muskelphysiologie und zum optimalen Training. Konkret ging es z.B. um den Energiehaushalt im Körper und die richtige Trainingsfrequenz und -intensität. Hiezu erfolgten praktische Hinweise zur Herzfrequenz und zur anaeroben Schwelle. Schliesslich gab es weitere nützliche Tipps zu verschiedenen Themen wie Dehnen, Aufwärmen, Regeneration usw. sowie zur Erstbehandlung von Verletzungen. Wer sich trotz Training und Prävention einmal verletzt, sollte aus seinem PECH das Beste machen, d.h. folgende Punkte in der richtigen Reihenfolge beachten: Pause-Eis-Compression-Hochlagern.

Den Kursteilnehmern wurden an diesem Nachmittag viele spannende Zusammenhänge näher gebracht und neue Kenntnisse vermittelt. Der Anlass bot aber auch Gelegenheit für Kontakte untereinander, sei es während der ausgedehnten Pause oder bei den Übungen in der Turnhalle und im Wald. Allzu schnell war die Zeit vergangen, sodass einige Fragen offen bleiben mussten und manche noch mehr zu den Themen hätten erfahren wollen. Diese sollen deshalb in den nächsten Jahren wieder aufgenommen und in angepasster Form in weitere Verbandskurse integriert werden.

Erich Brauchli, Kursleiter