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Sommertrainingslager Südfrankreich 2009 PDF E-Mail
Geschrieben von: Pirmin Schneider   
Donnerstag, den 06. August 2009 um 19:29 Uhr

Millau 2009 NWK NOS 2009

Sommertrainingslager Südfrankreich

Datum: Montag, 20. Juli 2009, bis Donnerstag, 30. Juli 2009.

Montag, 20. Juli 2009

Am Montagmorgen besammelten wir uns in Wil, Frauenfeld oder Olten. Als wir alles verpackt hatten, ging die lange Reise los. Es war sehr heiss, aber wir verweilten uns mit Musik hören, schlafen usw. Wir machten viele Pausen. Während der letzten Pause bestaunten wir die grosse Brücke neben Millau und fotografierten das schöne Bauwerk. Nach dreizehn Stunden Fahrt (mit Pausen) kamen wir am Abend in dem kleinen Dörfchen Sainte-Eulalie-de-Cernon an. Wir freuten uns über die super Unterkunft. Danach haben wir die schönen 2-er und 5-er Zimmer besichtigt. Die Zimmer der Knaben waren im Schlossturm. Nach dem Essen gab es noch Infos und danach gingen wir müde ins Bett.

Dienstag, 21. Juli 2009

Der nächste Morgen begann früh. Um sieben Uhr assen wir das Frühstück. Nach der Stärkung gingen wir uns Umziehen für das erste Training. Wenige Autominuten später starteten wir mit einem Découverte-Training (Entdeckungs-Training).Das felsige Gelände war eine grosse Herausforderung. Nach dem Lunch ruhten wir uns aus oder besichtigten das kleine Dörfchen. Weiter ging es mit einem Partenaire-Training (Partner Training). Das Partenaire-Training machte viel Spass. Diese beiden Trainings waren sehr spannend. Zurück in der Unterkunft, gönnten wir uns eine erfrischende Dusche. Bis zum Nachtessen spielten wir oder ruhten uns aus. Nach dem anschliessenden Theorieblock war schon bald wieder Nachtruhe.

Mittwoch, 22. Juli 2009

06.45 Uhr, Was ist denn das? Richtig, der Wecker klingelt. Aufstehen ist angesagt, um möglichst den „kalten“ Morgen zum trainieren auszunutzen. Doch heute scheint das Wetter nicht zu wollen. Ein kühler Wind bläst. Auf dem Wochenplan steht tour-de-rôle. Aber auch wenn man französisch kann, was heisst denn schon: „Eines nach dem anderen“, Mönä klärte uns auf. Zuerst Viel-Posten-OL, dann Attack-Point, danach ein Schmetterling, Kartenwechsel, reduzierte Karte und zur Krönung alles zusammen anwenden. Nicht schlecht ;-)! Doch manch einer fragte sich, wie schaffen, dass die Postensetzer genau an den richtigen Stein zu finden, wenn wir schon beim Postenanlaufen Mühe bekunden? Zusätzlich müssen die Postensetzer auch noch die Bären für uns töten, das Grün zurecht stutzen, Spinnenweben entfernen, Felsen umsetzen, Löcher „budeln“ usw......;-) Ziemlich abenteuerlich & kräfteraubend, deshalb hier ein herzliches Dankeschön!!! Lagercup
Am Nachmittag stand noch ein Krafttraining im Gras (wo es krabbelnde & hüpfende Ungeziefer hat) auf dem Programm. Auch die Sonne drückte langsam durch die Wolken. So kamen wir ziemlich ins Schwitzen. Nachdem dem anschliessenden Stretching ging es zurück in unsere Unterkunft (eine Burg), dort hatten wir noch etwas Freizeit, die wir frei gestalten konnten. Dies sei nur am Rande bemerkt. Der Hauptevent stieg am Abend nach dem Lagercup. Denn man(n) traute seinen Augen kaum, als man weibliche Geschöpfe erblickte. Doch einer schien darauf vorbereitet zu sein, denn sein Outfit (kurze blaue Höschen, rote Kniestrümpfe) besass einen gewissen Reiz. Er brachte es denn fertig, dass zu einer Vorstellungsrunde kam > Je m`apelle poule - Elmar = Frauenname). Dank dieser Wissen wir nun, dass Elmar ein Frauenname ist. Zudem gibt es Leute „qui s`appelle poule“. PW aus N packte erstaunliche französisch Kenntnisse aus. Wenn man will, kann man es trotzdem plötzlich. Da sich die Damen nicht trauten, mussten die Herren, obwohl in Überzahl, wählen. Dabei kamen die Favoritinnen zum Vorschein;-) Aber die Frauenwelt kam nicht zu kurz. Wir wissen nur Fränzi, die Norweger & die Tschechen - oh ja die Tschechen.....So entstehen Gerüchte! Um 23.00 Uhr ging es nach diesem lustigen Tagesabschluss ab ins Bett.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Heute waren die Gesichter noch müder. Routenwahl stand auf dem Programm. Am Mittag wurde es dann erstmals ziemlich heiss. In brütender Hitze kämpfen wir uns durch die Postennester des Viel-Posten-OLs. Auf einem der weniger langen Teilstücken konnten wir endlich einmal ins Kühle, nämlich durch einen Tunnel. Doch das wurde zur Qual, denn im Dunkeln sah man die die Steine kaum. Gegen Ende gab es noch einige Hangposten zum Glück hatten wir unser kleines Dörflein St. Eulalie de Cernon immer im Blickfeld. Der Zieleinlauf führte zur Belohnung durch den Bach - endlich kühles Nass für die warmen Füsse.

Freitag, 24. Juli 2009Kanufahrt

Heute stand für einmal nicht Training, sondern ein Ausflug auf dem Programm. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir an unserem morgigen Ziel an. Es war eine vierstündige Kanufahrt angesagt. Die Spannung wurde immer grösser als wir eine Schwimmweste, einen Helm und ein Paddel bekamen. Als dann auch die allerletzten ihr Kanu auf den Fluss geschleppt hatten, ging es erst richtig los. Zuerst ging die Strecke über eine Rutschbahn, bei der die meisten schon zum ersten Mal, noch unfreiwillig, nass wurden. Nun konnten wir unsere guten oder eben auch weniger guten Paddelkünste zeigen. Während sich die einen schon die ersten Rennen lieferten, mussten die anderen noch etwas mehr kämpfen, um vorwärts zu kommen. Auch schafften es die ersten, zu kentern; ob unfreiwillig, freiwillig, wegen der Schuld anderer oder der Schuld selbst. Doch alle hatten sichtlich Spass. Als wir alle nach vier Stunden Fahrt am Ziel ankamen, waren alle froh endlich den Hunger zu stillen und die selbstgemachten Sandwichs zu essen. Als fast alle genug ausgeruht und doch ein kleines bisschen brauner geworden waren, machten wir uns auf um nach einer Wanderung unsere Büssli zu erreichen. Obwohl viele zu wenig zu Trinken dabei hatten, schafften wir es über eine wunderschöne Strecke nach etwa drei Stunden zum Büssli. Nachher ging es in einem nicht wenig geheizten Büssli und mit lautem Gesang nach Hause.

Samstag, 25. Juli 2009

Da wir die eigentlichen Trainings von heute schon am Donnerstag absolviert hatten, durften wir heute die Donnerstagstrainings abspulen. Am Morgen stand eine Staffelstartübung auf dem Plan. Es gab vier kurze OLs mit Massenstarts. Jeder OL bestand aus zwei bis vier Posten. Als alle nach dem letzten Massenstart im Ziel waren konnten wir uns mit einem feinen selbstgemachten Thonsalat stärken, um am Nachmittag für ein neues spannendes Training bereit zu sein. Nach einem kurzem Mittagsschlaf, einem Sonnenbad oder einfachem Ausruhen ging es weiter mit einem Labyrinthtraining. Weil doch alle schon ziemlich müde waren und es teilweise sehr grüne Partien gab, konnte man seine Bahn etwas abkürzen, denn schließlich mussten wir am Abend noch genug wach sein, um die Theorie mitzubekommen. Nach einem feinen Nachtessen durften wir uns noch einen schönen Abend machen und uns auf die Middle Wettkämpfe freuen.

Sonntag, 26. Juli 2009

Heute hatten wir die Möglichkeit, das bereits gelernte, bei einem schnellen Training umzusetzen. Ein Mitteldistanzrennen stand auf dem Plan. Quali und Final. Bereits bei der Quali gab es Opfer der schwierigen Karte. Ich nenne jetzt keine Namen, ich sage nur: Es waren nicht die jungen, sondern zwei der älteren Jahrgänge, welche beinahe zwei Stunden im Wald waren. Beim Final blieb der Schwierigkeitsgrad gleich hoch, das Gelände wurde aber etwas grüner. Die ganz grossen Schnitzer blieben diesmal aus. Nach diesen zwei Läufen in der brütenden Hitze, war es endgültig Zeit, mal an was anderes zu denken. Wie gut, dass wir am Montag nach St-Etienne zügeln und dabei unseren Kopf etwas auslüften und die Beine etwas entspannen können.

Montag, 27. Juli 2009

Es war schon dunkel, als das rote Andreoli Büssli beim Lagerhaus ankam. Sichtlich gezeichnet von der langen Büsslifahrt schleppten sich Reisende und Fahrer ins Lagerhaus und bezogen die Betten, welche von den anderen, bereits angekommenen Athleten und Trainer nicht schon besetzt waren. Aber alles der Reihe nach. Der Tag begann wie er endete, man war müde, denn auch heute am "Zügeltag" gab es kein Ausschlafen. Um 7.00 Uhr Frühstück, wie immer, schliesslich wagten wir noch einen Abstecher ans Meer, bevor wir für die restlichen vier Tage in der Nähe von St-Etienne wohnten. Es war erneut ein heisser Tag, ideales Badewetter. Als wir uns dann aber am späteren Nachmittag auf die Reise nach St-Etienne aufmachen wollten, mussten wir feststellen, dass unser Büssli ausgeraubt wurde. Zum Glück nur eines, aber es kam trotzdem einiges abhanden. So konnte sich erst die Hälfte nach St-Etienne begeben. Das andere Büssli mit allen Mitreisenden musste am Ort bleiben. Und wir kamen den Eifer der französischen Polizei zu spüren. Geschlagene 3 1/2 stunden mussten Mönä und Marianne Formulare ausfüllen. Aber wie ihr schon wisst, wir kamen auch noch an, allerdings erst 4 Stunden später als geplant.

Dienstag, 28. Juli 2009

Aufgrund des Raubvorfalls vom Vortag, bei dem unter anderem auch wichtige Unterlagen für das am Dienstag geplante Training gestohlen wurden, änderte sich das Programm. Es war Hasenjagd und Sprint angesagt. Nach einem genüsslichen Frühstück joggten wir zum nahegelegenen Wald. Er war dornig und voll von Riesenfarnpflanzen, also kurz gesagt grün. Hasenjagd funktionierte so: Wir wurden in drei verschiedene Leistungsgruppen eingeteilt, die je einem Trainer in den Wald folgten. Die Karte mussten wir dem Trainer abgeben und er führte uns irgendwo in den Wald. Dort verwarf er die Karte und sagte eine Postennummer. Das Ziel war, sich möglichst schnell aufzufangen und den Posten anzulaufen. Das Training war noch ziemlich anstrengend und so stärkten wir uns mit Nudelsalat (viel Kohlenhydrate) für die am Nachmittag geplante Sprint-Liga. Es gab drei kurze Sprints: einen im Wald, der andere in einem Dorf und der letzte im Park am Ufer der Loire. Da es eine Sprint-Liga war, konnte man je nachdem wie gut man war in die Golden-, Silber- oder Bronzeliga auf- oder absteigen. Leider wurde wie auch schon im TL Ravensburg ein Posten entwendet. Der Tag neigte sich dem Ende zu und wir fuhren zurück in die Unterkunft. Am Abend wurden dann noch die Jugendcup-Teams bekannt gegeben und über das diesjährige Motto beraten.Training

Mittwoch, 29. Juli 2009

Nachdem der letzte Trainingstag angebrochen war, schälten sich alle um 7.00 Uhr aus dem Bett, frühstückten und machten sich für das Hangpostentraining und die Staffel am Nachmittag bereit. In den dreissig Minuten Büsslifahrt bis zum Trainingswald wurden auch noch die letzten wach oder eben auch nicht. Das Hangpostentraining fand in mega coolem Gelände statt. Es war wieder ähnlich wie in der Schweiz und meist gut belaufbar.
Nach einem Salatbuffet und Schinkengipfeli wurden die Staffelteams ausgelost. Bald darauf fuhren wir zum Staffelwald. Der Startläufer der Zweierteams wurde in den Wald geschickt, nachdem die Postensetzer Bio und Sebi vom Postensetzen zurückgekehrt waren. Da die Strecken nicht zu lang waren, ging alles Schlag auf Schlag und es kamen immer wieder Läufer aus dem Wald. Bei der langen Strecke kam Tinu immer als Erster, bei der kurzen gab es verschiedene Favoriten. So war die Staffel bis zum Schluss spannend. Das Team Luca und Simon gewann schlussendlich. Das Highlight war aber, als Marianne und Poulet (Elias), um den 7. und 8. Rang kämpfend, gleichzeitig das Ziel stempeln wollten und auf den Zielposten fielen. Poulet gewann mit ein paar Hundertstel Vorsprung. Der Trainingsteil ging mit der Staffel erfolgreich zu Ende.
Der Schlussabend war ebenfalls sehr amüsant. In Gruppen wurden verschiedene Spiele vorbereitet. Dabei war sich gegenseitig Konfibrötli blind füttern, die Tanzshow von Sebi und Quinze und vieles mehr, welches als Lachnummer galt. Als Abschluss des Lagercups gab es einen Eierlauf und später waren gute Jongleure gefragt, wobei sich Bio eindeutig als Favorit abzeichnete. Der Rückblick des Lagers erfolgte in Form einer Diashow. Ganz am Schluss gab es noch eine Runde vom Spiel „Die Werwölfe“.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Nach dem Frühstück packten wir zum letzten Mal unsere Koffer und machten uns für die ca. 6-stündige Heimreise bereit. Doch zuerst musste noch das Lagerhaus geputzt werden. Dies ging relativ schnell, denn wir hatten schon Übung vom letzten Mal. Um 9.00 Uhr verliessen wir St-Etienne und fuhren fast ohne Stau in Richtung Schweiz. Die Büsslifahrt ging relativ schnell vorbei, da die meisten schliefen. Kurz vor Olten verabschiedeten wir uns voneinander, denn da trennten sich unsere Wege. Ein unvergessliches Lager ging zu Ende.

Trainingsprogramm

Montag Dienstag
Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag
Vormittag

Wil SG

Anreise

Le Parpaillou

Découverte

Les Rives

A tour de rôle

Roc and Roc

Choix de route

Gorge du Tarn

Kanu-Tour

Roc Acro

Départ de relay

Nachmittag

Millau

Anreise

Le Mont Merdous

Partenaire

Les Rives

Training de la force

St-Eulalie de Cernon

Penchant

Gorge du Tarn

Wanderung

Roc Acro

Labyrinthe

 

Sonntag Montag
Dienstag Mittwoch Donnerstag
Vormittag

Les Rives

Middle Quali

Montpellier

Méditerranée

Chambles

Chasse de lièvres

Les Grives

Eau froide

St-Etienne

Rückreise

Nachmittag

Les Rives

Middle Final

St-Etienne

Anreise

Saint-Victor-sur-Loire

Sprint-Liga

Le Tracollet

Relay

Frauenfeld

Rückreise

Fotos

Beat Hubmann

Kartenausschnitt Staffelstarttraining

Départ de relay

Geografiekenntnisse

Die Hauptstadt von Vietnam heisst Hanoi! Herzlichen Dank an Töby für die Auskunft unter den 1. August-Raketen.